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Brasov (deutsch Kronstadt)

Brasov ist eine Großstadt in Rumänien mit etwa 280.000 Einwohnern
(ungefähr die Hälfte von Frankfurt am Main, zum größen Vergleich).

Die Stadt liegt im gleichnamigen Kreis im Südosten Siebenbürgens, Rumänien. Im Süden und Osten ist die Stadt von den Karpaten umgeben. Kronstadt wurde von den Ritterbrüdern des Deutschen Orden im frühen 13. Jahrhundert als südöstlichste deutsche Stadt in Siebenbürgen unter dem Namen Corona gegründet.

1225 mussten die Deutschordensritter ihre Komturei Kronstadt verlassen und ließen sich im Baltikum nieder. Kronstadt war über Jahrhunderte neben Hermannstadt das kulturelle, geistige, religiöse und wirtschaftliche Zentrum der Siebenbürger Sachsen, die seit dem 12. Jahrhundert auf Einladung des ungarischen Königs in der Region siedelten und bis ins 19. Jahrhundert hinein die Mehrheit der Stadtbevölkerung bildeten. Seit dem 13. und 14. Jahrhundert fielen immer wieder Tataren und Türken in die Stadt ein. Noch bis ins 17. Jahrhundert hinein waren Stadt und Region durch ihre Lage an der Grenze zum osmanischen Machtbereich immer wieder bedroht. Kronstadt und seine Umgebung gehörten zum Königreich Ungarn, zum Fürstentum Siebenbürgen bzw. zu Österreich-Ungarn, bis sie nach dem Vertrag von Trianon von 1920 an Rumänien abgetreten werden musste.
Das alte Rathaus und die "Heilige Bartholomäus-Kirche" aus dem 13. Jahrhundert ist das älteste Bauwerk der Stadt. Die historische Altstadt ist geprägt von spätmittelalterlichen Bürgerhäusern und großzügigen, stilvollen Bauten des 19. Jahrhunderts. Sehenswert sind auch die mittelalterlichen Stadtbefestigungen, darunter das Katharinentor aus dem Jahr 1559, die Weberbastei, der Weiße Turm und der Schwarze Turm. 

Brașov-Schriftzug im Hollywood-Design am Berg Tâmpa über der Stadt.

 

Das neue Rathaus in diesen Gebäude befinden sich die öffentlichen Beratungstellen.

Alte Rathaus - Das Gebäude war mehr als 500 Jahre lang Sitz des städtischen Magistrats.

Nachdem an den mittelalterlichen Turm im 14. Jahrhundert eine Verkaufslaube der Kürschner angebaut worden war, erfolgte 1420 der Bau der Ratsstube über der Verkaufslaube. Es folgten mehrere Modernisierungen. 1515 wurde der Turm erhöht und mit einer Schweifhaube mit fünf goldenen Kugeln versehen, zudem ein Kerker und ein Stadtarchiv untergebracht. Acht Jahre später baute der Stundenmachermeister Georgius aus Schäßburg im obersten Geschoss eine Turmuhr ein.

Im Jahr 1646 wurde die Hundertmannstube gebaut, in welcher sich die 100 Mitglieder des äußeren Rats versammeln konnten.

1910 wich der Zwiebelturm dem heutigen Turmaufsatz. 1949 zog das Regionalmuseum in das Alte Rathaus.

 

  

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